Die im Editorial angesprochenen Themen
(und Überschriften)

Das Kreisstadt-Magazin
Das Mitmach-Magazin
Das Image-Magazin
Gesicht zeigen
Mit Haltbarkeits-Garantie
Lernziel Objektivität
Jubiläum naht
Aufbruch-Stimmung
Kreisstadt-Bewußtsein
Was Groß-Gerau bewegt
Ihr Anzeigen-Magazin
Allmonatlicher Liebesbeweis
Unser Redaktionsalltag
Das machen wir doch mit links!
Die Stunde der Anzeigenmagazine
Leser-Blatt-Bindung
Optimismus ist gefragt!
Alles bleibt – nur anders
Groß-Gerau braucht mehr Mut
Groß-Gerau im Aufbruch
Das Anzeigenblatt für unsere Kreisstadt
Wir als Meinungsmacher?
Groß-Gerau ist unverwechselbar, Wir. Das Kreisstadtmagazin auch
In der Krise hat der Leser das Wort
Kreisstadtmagazin als Pflichtlektüre?
Vom Nutzwert einer Zeitung
Es rauscht im Blätterwald
In eigener Sache
In eigener Sache, Teil 2
Groß-Gerau liegt uns am Herzen
Wie geht’s weiter, Herr Kinkel?
Ein Fall für den Staatsanwalt?
Einladung zur Mitarbeit und zum Mitfeiern
Medienmacht und Leserwille
Aufgabe und Zukunft der Anzeigen-Magazine
Autoren-Kompetenz
Blick in unsere Medienwerkstatt
Sprache, Macht und Medien
Herausgeber zum Anfassen
Was wir Ihnen zu bieten haben
Die lieben Kollegen
Von der Pflicht, Fragen zu stellen
Das Wichtigste sind unsere Leser
Wer, was und wo unsere Leser sind
Es geht um unser aller Groß-Gerau (Gewerbevereins-Verlautbarung)
Vom Anzeigenblatt zum Gratis-Magazin
Meinungsvielfalt ist unser oberstes Gebot
Das allmonatliche Autoren-Magazin
Groß-Geraus wahre Image-Macher
Das Kreisstadtmagazin und die Nachbarn
Das Prinzip Leser-Blatt-Bindung
10 Jahre Magazin für die Kreisstadt
Ein Marketing-Konzept für die Kreisstadt?
Originalität ist unsere täglich Brot
Unsere Entscheidungshilfen für die Wahl
Ab April sind wir auch in Büttelborn präsent
Verstärkter Service für unsere Leser im Gerauer Land
Wer, wo, was und warum?
Diesseits und jenseits der Fußball-WM
Zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit
Journalisten sollten lernfähig sein
Jahrgangstreffen oder wie ein Editorial entsteht
Mehr Information, mehr Meinungen, mehr Überblick
Unser Magazin zwischen Lob und Nerverei
Haben Journalisten Angst vor der Wirklichkeit?
Groß-Gerau kann ein Zeichen setzen
Die Zukunft lokaler Medien hier bei uns
Über die Zukunft wird erst später geredet
Was können wir noch für Sie tun?
Das Wir-Magazin ist die Ergänzung zur Tageszeitung

Wehrt Euch gegen die Image-Verhunzer!
Kompetent, informativ, unterhaltsam
Geht es nur um die „Lufthoheit“ in Sachen Kultur?
Wir und unser Marketing fürs Gerauer Land
Wir und die sich wandelnden Leser-Wünsche

Mitteilungen aus der Redaktion

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Januar 2009

Nach der Finanz- nun auch noch die Medienkrise?

Für das deutsche Medienmagazin „journalist“, Verbandsorgan des Deutschen Journalisten-Verbands, scheint es festzustehen: „Die Medien sind nicht nur in einer Wirtschaftskrise – sondern auch in einer massiven Vertrauenskrise…Medienbeobachter kritisieren den Mangel an Innovationen, selbstbewussten Konzepten und unternehmerischem Denken…“. In einer Titelgeschichte zum Jahresbeginn liest man einiges über „Kündigungen zum Weihnachtsfest“, eine „weltweite Sparwelle“, dass der „Anzeigenmarkt“ einbreche und die „Leser vielfach unterfordert“ seien.
OK, doch was, könnten wir fragen, hat das alles mit dem Wir-Magazin zu tun? Einiges schon, denn auch im Gerauer Land leben wir nicht auf einer Insel. Eine (weiterhin) starke Medienpräsenz vor Ort ist das A und O jeglichen Stadtmarketings. Ideen zu haben allein reicht nicht aus, man muss diese natürlich in die Tat umsetzen und – was vielleicht noch viel wichtiger ist – erreichen, dass dies möglichst viele auch erfahren. Im optimalen Falle, dass nahezu alle Bürger informiert sind.
Dem Wir-Magazin, das allmonatlich in 21.000 Haushalte im Gerauer Land gelangt, ist dabei im Laufe der Jahre eine besondere Aufgabe zugewachsen: auch jenseits der „Amtlichen Mitteilungen“ Informationen flächendeckend zu den Bürgern zu bringen. Das soll auch künftighin so sein – Medienkrise hin, Medienkrise her. Wir halten unsere Leser auch nicht für „unterfordert“ oder müssen gar Kündigungen aussprechen und damit unsere Ressourcen freiwillig beschneiden. Ganz im Gegenteil. Wir werden – so die Auffassung der beiden Herausgeber dieses Magazins – die vermeintlich sich abzeichnende Krise als kreative Herausforderung annehmen, unser Informationsangebot weiter ausbauen – und mittelfristig um eine sinnvolle Erweiterung unseres Wir-Teams nicht herumkommen. Packen wir es also gemeinsam an.


Februar 2009

Unsere Wir-Leser erfahren alles aus erster Hand

Fangen wir heute mal mit dem andernorts üblichen Standardsatz an: Liebe Leserin, lieber Leser – was halten Sie davon? In der Lokalzeitung war unlängst in einer Art Selbstdarstellung aus der Feder des stellvertretenden Chefredakteurs zu lesen, dass man sich Tag für Tag als „Überraschungspaket“ sehe und präsentiere. Wir wollen das mal nicht kommentieren. Aber vielleicht Sie?
Aus unserer Sicht – Wundertüte hin, Wundertüte her - ist es Aufgabe einer Zeitung, Leser über das Tagesgeschehen in einer Kreisstadt wie einer Region möglichst angemessen resp. umfassend und weitgehend objektiv zu informieren. Was ja durchaus nicht einfach ist. Denn darüber, was angemessen und objektiv ist, ließe sich trefflich streiten.
Das Wir-Magazin hat als monatlich erscheinendes Periodikum da einen etwas anderen Ansatz. Was bei uns steht, ist in aller Regel subjektiv; aus der Sicht des jeweiligen Autors, der dafür mit Namen, Bild, Funktion sowie Kontaktmöglichkeit einsteht. Er schreibt für unsere/seine Leser, wie er etwas aus seiner fachkundigen Perspektive sieht. Das ist nicht allgemeingültig, aber Grundlage für Diskussionen. Und es hat den Vorteil, dass der Leser etwas aus erster Hand erfährt, ungefiltert, und das Gefühl hat, ganz nah am Geschehen, an einem Thema dran zu sein.
Wir haben das nicht erfunden, aber wir haben es mit einer Vielzahl von Serien und Kolumnen (inzwischen mehr als 70!) zu unserer Magazin-Philosophie gemacht. Dieses Prinzip bauen wir weiter aus. Ab der März-Ausgabe werden – im monatlichen Wechsel – unsere beiden im Landtag vertretenen Politiker Günter Schork (CDU) und Ursula Hammann (Grüne) von all dem berichten, was in Wiesbaden passiert und nicht Berücksichtigung in der Tagespresse findet. Auf dass unsere Wir-Leser auch künftig sagen können: In diesem Magazin haben wir alles aus erster Hand erfahren.


März 2009

Anzeigenblätter? Nein, danke! WIR? Ja, bitte!

Das wichtigste „Kapital“ eines Magazins sind seine Leser. Also Sie, der Sie gerade diese Zeilen lesen. Denn wenn ein Medienprodukt zwar ordentlich und farbig produziert, aber nicht gelesen wird, ist alles für die Katz. Auch wenn das von Anzeigenkunden letztlich finanzierte Blatt nicht direkt im Briefkasten landet, sondern irgendwo an vermeintlich wichtigen Plätzen deponiert wird – auf dass ein Leser vorbeikomme und es mitnehme.
Mit all dem hat das Wir-Magazin gottlob kein Problem. Doch wir wurden in der Vergangenheit des Öfteren mit einem ganz anderen Sachverhalt konfrontiert. Leser riefen bei uns an und fragten besorgt, warum sie keine neue WIR bekämen. Leser, die an ihrem Briefkasten allerdings Schildchen mit der Aufschrift hatten: „Bitte keine Werbung und keine kostenlosten Zeitungen“. Wenn wir dann zur Erklärung anführten, dass unsere Austräger genau dies befolgten, erhielten wir zur Antwort: Aber das Wir-Magazin sei doch gar kein Anzeigenblatt. Was tun?
Da es nur ganz wenige Dinge gibt, die wir nicht möglich machen wollen, haben wir in unserer monatlichen Redaktionsrunde das Thema auf die Tagesordnung gesetzt – und eine Lösung gefunden. Genauer: unser u.a. für Vertriebsfragen zuständiger Wir-Herausgeber Michael Schleidt hat einen Aufkleber entwickelt (siehe auch Seite 4), der ab sofort über die Büttelborner Werbewerkstatt kostenfrei zu beziehen ist. Es gibt diesen Aufkleber in verschiedenen Variationen. Eine lautet: „Bitte keine kostenlosen Zeitungen – außer WIR“. Wir hoffen, dass wir damit die kleine Versorgungslücke schließen und Sie, unsere (neuen) Leser, sowie unsere Anzeigenkunden zufrieden stellen können.
Ich wünsche Ihnen auch diesmal eine angenehme Lektüre und eine gute Zeit.


April 2009

Bei uns sitzen die Wir-Leser in der ersten Reihe

Wer wissen will, was über den Tag hinaus wichtig ist im Gerauer Land, braucht eine verlässliche Informationsquelle. Wer mitreden, mitdiskutieren will über das, was Entscheidungsträger hier bei uns denken und für unsere Gemeinschaft planen, sollte diese auch beim Wort nehmen können. Konkret: er sollte wissen, was genau sie gesagt haben bzw. verabschiedet haben. Genau an dieser Stelle setzt die Arbeit des Wir-Magazins ein. Wir versuchen das breite Aktionsspektrum der Kreativen in Kultur, Kommunalpolitik, Gewerbe und Vereinen sichtbar zu machen, indem wir unser Monatsmagazin als Forum für die Verbreitung von Ideen, Innovationen, Denkanstößen anbieten.
Sichtbar wird dies Monat für Monat in den zahlreichen Serien und Kolumnen, die unsere Leser hier bei uns vorfinden. Wir versuchen möglichst viele gesellschaftliche Bereiche und Interessen damit abzudecken. Bei uns geht es gleichermaßen z.B. um medizinische, schulische, kirchliche, sportliche, pekuniäre, kulturelle oder politische Themen. Bei uns erfahren Leser, was Apotheker, Ärzte, Rechtsanwälte, Pädagogen, Tierexperten, Heimatforscher, Kommunalpolitiker wissen und/oder raten. Wir lassen all jene zu Wort kommen, die von ihrem Fach etwas verstehen und Informationen fachkundig weitergeben können.
Mit dieser Ausgabe erweitern wir nun unser Leseangebot um eine Feuerwehr-Serie, die im Wechsel mit einer ebenfalls neuen THW-Serie erscheint und unsere Leser in die erste Reihe setzt. Genau dorthin, wo es die Informationen ungefiltert, aus erster Hand und zudem noch kostenlos gibt.
Ich wünsche Ihnen auch diesmal eine angenehme Lektüre und eine gute Sommerzeit.


Mai 2009

Zu Besuch in der Redaktion des WIR-Magazins

Am Anfang stand das Wort. Auch nicht Bibel-Kundige wissen dies. Für Journalisten überdies wichtig: am Anfang jeder Geschichte steht das Gespräch. Nicht über-, sondern miteinander. Dies, um zu erfahren, wem was wo auf den Nägeln brennt. Und: Was man voneinander und übereinander wissen wollte. Dazu ist es üblich, dass Gesprächspartner auch Gast in Medienhäusern sind und an Redaktionskonferenzen teilnehmen.
Das WIR-Magazin erscheint zwar nicht in einem „Medienhaus“, und die monatlichen Abstimmungsgespräche finden in eher bescheidenem Rahmen statt. Dennoch sind auch wir daran interessiert zu erfahren, wo wir wie noch ein Stück informativer, besser und damit als Informationsquelle ein Stück unverzichtbarer werden können. Deshalb haben wir uns entschieden, unsere Redaktionskonferenzen für Außenstehende zu öffnen. Konkret: wir laden nun mal für mal Entscheidungsträger in unsere Runde, um u.a. auch darüber zu diskutieren, was wir füreinander tun können.
Zum Auftakt hat uns Kreisstadt-Bürgermeister Stefan Sauer besucht. Gut zwei Stunden dauert der Meinungs- und Erfahrungsaustausch. Eine ganze Reihe von Anregungen werden wir aufgreifen. Teilnehmer des intensiven Gesprächs mit einer Fülle von Informationen aus erster Hand waren von Seiten des WIR-Magazins die beiden Herausgeber W. Christian Schmitt und Michael Schleidt, Tina Jung (zuständig für die Bereiche Anzeigengestaltung, Fotografie und Kunst) sowie Kerstin Leicht (Anzeigen-Marketing und Terminkalender).
All diese Bemühungen sehen wir vor dem Hintergrund, unsere Leser in 21.000 Haushalten im Gerauer Land ganz nah an dem teilhaben zu lassen, was über den Tag hinaus wichtig ist.
Ich wünsche Ihnen auch diesmal eine angenehme Lektüre und eine gute Sommerzeit.


Juni 2009

Twittern Sie schon oder lesen Sie noch?

Zugegeben, die Überschrift verkürzt ein wenig. Genaugenommen müsste es heißen: „Twittern Sie schon oder lesen Sie noch Zeitung?“. Denn darum geht es. Um die sich rasant wandelnden Lese- und Wahrnehmungsgewohnheiten der Bürger. Die Regionalblätter können ein Lied davon singen. Die Zahl der alten, treuen Leser schrumpft von Jahr zu Jahr, und für die potentiell nachrückenden Lesergenerationen ist das Lesen einer Tageszeitung längst kein Muss mehr. Denn es gibt nicht nur Radio und Fernsehen, sondern auch das Internet, das fast schon ereignisgleich Aktualitäten vermelden kann. Und jetzt kommt auch noch „Twitter“ (zu deutsch: zwitschern, schnattern) dazu.
Im Verlaufe der Bundespräsidentenwahl hörten viele erstmals davon. Dabei geht die Zahl der Nutzer dieses „Info-Dienstes“ längst in die Millionen, weltweit sind es bereits mehr als 25 Millionen. Wir erinnern uns: noch bevor das offizielle Ergebnis vor der Bundesversammlung verkündet werden konnte, war es mittels „Twitter“ bereits auch außerhalb des Versammlungsraums im Umlauf.
Doch was ist Twitter eigentlich? Laut Wikipedia ist Twitter „ein soziales Netzwerk und ein auf einer Website oder mobil per Mobiltelefon geführtes und meist öffentlich einsehbares Tagebuch im Internet“. Und weiter: „Der Herausgeber der Nachricht steht auf der Webseite des Dienstes mit einer Abbildung als alleiniger Autor über seinem Inhalt“. Das heißt, jenseits aller Agenturen, Medien und journalistischer Informationsanbieter besteht die Möglichkeit, sich quasi aus erster Hand informieren zu lassen über Wichtiges wie Nebensächliches.
Und längst gibt es auch sogenannte Twittercharts, die auflisten, welches Mitglied des Internet-Dienstes die meisten Anhänger hat. Vor kurzem meldete die FAZ, dass Demi-Moore-Ehemann Ashton Kutcher „mit knapp 2,02 Millionen Mitlesern“


Juli 2009

Das WIR-Magazin, seine Kolumnisten und die Toleranz

Heute sind unsere Kolumnisten das Thema. Eine Kolumne, so sagt es der Duden, ist ein „von stets demselben Journalisten verfasster, regelmäßig an bestimmter Stelle einer Zeitung oder Zeitschrift veröffentlichter Meinungsbeitrag“. Eine Kolumne ist überdies (nicht nur) für das WIR-Magazin so etwas wie eine „Korsettstange“. Genauer: eine Orientierungshilfe für den Leser. Verfasser solcher Beiträge, also Kolumnisten, haben besondere journalistische Freiräume. Ihre Meinung muss sich nicht mit der einer Redaktion decken, aber sie ist willkommen, um möglicherweise Denkanstöße und Diskussionen in Gang zu setzen.
Warum schreibe ich Ihnen dies alles in dieser Ausführlichkeit? Ganz einfach, weil wir mit dieser Ausgabe den Kreis unserer Kolumnisten erweitern. Eine Erweiterung, über die wir in der Redaktionsrunde gemeinsam ausgiebig diskutiert haben. Mit unserer neuen Kolumne „Wir in der Moschee“, die im monatlichen Wechsel mit der langjährigen Pfarrer-Ecke „Wir in der Kirche“ erscheinen wird, öffnen wir das WIR-Magazin für unsere Leser und Mitbürger muslimischen Glaubens. Wir versuchen Einblicke zu geben in eine Religion, die vielen von uns noch mit Vorurteilen behaftet scheint. Wir wollen – ganz unserer Magazin-Philosophie entsprechend – einerseits Transparenz herstellen und andererseits den Dialog fördern helfen. So wie Pfarrer ihre „Predigttexte“ (bislang 56mal) im WIR-Magazin veröffentlicht haben, so soll es künftig auch mit den „Freitagsgebeten“ eines Vorbeters geschehen. Wir beginnen mit dem Text „Islam und Toleranz“ auf Seite xx. In der nächsten Ausgabe ist dann wieder ein ev. Pfarrer mit seinem Beitrag in der Reihe „Wir in der Kirche“ zu lesen.


August 2009

Das Gerauer Land im Bewusstsein unserer Region

Steckbriefe wecken beim Betrachter im Allgemeinen eher Argwohn. Assoziationen wie „da wird einer gesucht“, „da hat einer etwas angestellt“, „Bürger seid wachsam“ usw. sind naheliegend. Das hatte die IHK Darmstadt Rhein Main Neckar mit Sicherheit nicht im Sinn, als sie unlängst übers Internet eine Information streuen ließ, die die Überschrift trug: „79 Steckbriefe von Gemeinden und Landkreisen online – Rechercheangebot für Journalisten und Öffentlichkeit“. Auch bei uns in der WIR-Redaktion ist diese Rundum-Info angekommen. Wir haben sie ausgiebig studiert und uns dabei besonders dafür interessiert, wie die Gemeinden aus unserem Verbreitungsgebiet – also die Kreisstadt, Büttelborn, Nauheim und Trebur – dargestellt werden. Genauer: wie sie von außen gesehen, beurteilt, eingestuft werden.
Solcherlei Darstellungen können bei der eigenen Standortbestimmung sicherlich hilfreich sein. Denn sie bündeln Daten, die am jeweiligen Ort in dieser Form und Übersicht selten verfügbar sind. Andererseits wird den betroffenen Gemeinden das Instrument „Stadtmarketing“ in einigen entscheidenden Bereichen aus der Hand genommen. Im Klartext: Wenn man diese „Gemeindesteckbriefe“ etwa in Sachen „Schuldenstand je Einwohner“ vergleicht – in Trebur 105 Euro, in der Kreisstadt 305 Euro, in Nauheim 373 Euro und in Büttelborn gar 607 Euro – kann man möglicherweise zu völlig falschen Schlussfolgerungen gelangen, was etwa die Lebensqualität angeht. Auch sind Vergleiche, etwa was „Entwicklung der Beschäftigten“ in einem Zeitraum von mehr als zehn Jahren angeht – in Trebur minus 18,7, in der Kreisstadt minus 2,5, in Nauheim minus 16,9 und in Büttelborn gar plus 46,3 Prozent -, nur bedingt tauglich. Aber diese und andere Fakten (abrufbar unter www.darmstadt.ihk24.de, Dokument-Nummer 8428) tragen dazu bei, das Image einer Gemeinde festzuzurren. Wenn dann unter „Stadt Groß-Gerau“ allerdings noch ein Ansprechpartner in Sachen „Wirtschaftsförderung“ genannt wird, den es dort nicht mehr gibt, ist dies nicht hilfreich.


September 2009

Auf der Suche nach dem wahren Werbeträger Nr.1

Wäre es nach meiner Frau gegangen, dann hätte ich mir für die Herausgeber-Ecke, die Sie gerade lesen, ein neues Thema suchen müssen. Gewiss, ansonsten finden ihre Anmerkungen als „allererste Leserin“ in irgendeiner Form bei mir immer Gehör. Aber diesmal soll es nicht um Inhalte, sondern um Auflagen, Zielgruppen, Haushaltsabdeckung, kurz: um „Marktanteile“ gehen. Ein allzu sprödes Thema, wie sie meint. Aber eines, über das man einmal reden, besser schreiben sollte. Denn es ist von Interesse (zumindest) für all jene Firmen, Gewerbetreibenden etc., die mit ihren Anzeigengeldern erst das Erscheinen von Monatsmagazinen ermöglichen; (auch Tageszeitungen finanzieren sich oft zu weit mehr als 60 Prozent über Inserate).
Doch, warum schreibe ich Ihnen dies in aller Ausführlichkeit? Weil der Wettstreit um die größten Anteile am Anzeigenkuchen hier im Gerauer Land sich leider oftmals nicht über Inhalte abspielt. Auch das WIR-Magazin kennt diese Problematik. Wir fragen uns gelegentlich (und teilen es hiermit auch unseren Lesern mit), was darunter zu verstehen ist, wenn ein „Mitbewerber“ verkündet, er sei „der Werbeträger Nr. 1 in der Region“. Anderswo lesen wir gar, dass man nur dort „die richtigen Leser“ habe.
Mit solcherlei Werbeprosa kann und will das WIR-Magazin nicht mithalten. Wir können unseren Anzeigenkunden lediglich zusagen: mit Ihrem jeweiligen Werbeangebot gelangen Sie flächendeckend in rund 21.000 Haushalte in der Kreisstadt (mit ihren Stadtteilen), in Büttelborn, Klein-Gerau, Worfelden, Trebur und Nauheim – und sind damit „im Gespräch“. Mehr nicht, aber auch nicht weniger. Sehen wir es sportlich. Letztendlich entscheiden nur Sie, die Leser im Gerauer Land, wer „die Nr. 1“ ist.


Oktober 2009

So wünsch´ ich mir in Zukunft meine Zeitung

Schmeckt Ihnen der Espresso in Ihrem Lieblingscafé auch so gut wie mir? Immer, wenn ich dort sitze, begegnen mir Menschen, die sich als WIR-Magazin-Leser outen. Sie sprechen mich an, erzählen, was ihnen aktuell auf den Nägeln brennt, was sie an unserem Monatsmagazin schätzen und worüber wir doch einmal berichten sollten. Eine Stimmungs- und Themenfundgrube. So nah am Leser zu sein, darüber kann sich jeder Journalist nur freuen. Und viele der Anregungen versuchen wir umzusetzen. Doch bei einem Thema sind unsere (Beratungs-)Möglichkeiten äußerst beschränkt – wenn es um die Beschaffenheit der Tageszeitung vor Ort geht.
Da können wir keine Abhilfe schaffen, aber im Gespräch gerne erläutern, wie wir uns eine solche Heimatzeitung wünschen und machen würden. Im Vordergrund würde natürlich der Leser stehen, der – so der Anspruch schon im Zeitungstitel – über all das informiert sein möchte, was am Vortag in seiner gut 24.000 Einwohner zählenden Kreisstadt passiert (ist). Dazu würden wir – um eine Zukunftschance wahrzunehmen – schon die Titelseite nutzen. Dort würden wir nicht das platzieren, was im Odenwald, in Berlin oder gar in Afghanistan passiert ist, sondern all das, was hier in Groß-Gerau und im Gerauer Land die Menschen bewegt. Die „große“ Politik, Sport, Wirtschaft, Feuilleton, all das – worüber Interessierte sich im Internet, Rundfunk oder TV schon am Vortag in aller Ausführlichkeit informieren konnten - würden wir im hinteren Teil unserer Heimatzeitung platzieren.
Und: Wir würden nicht zulassen, dass ein einzelner Redakteur das Bild und das Geschehen in einer Gemeinde einzig und allein aus seiner Sicht darstellt. Mehr noch: wir würden unseren Mitarbeitern noch einmal ins Gedächtnis rufen, dass es nicht Aufgabe eines Journalisten sein kann, als eine Art (besserwisserischer) Kommunalpolitiker zu agieren. Aber wir machen ja keine Tageszeitung; wir sprechen nur gelegentlich beim Espresso über selbige.


November 2009

Tabus plus Meinungsfreiheit: Wie passt das?

Können Sie polynesisch? Nö? Wenn Sie allerdings ab und an das Wörtchen „tabu“ benutzen, dann sind Sie schon halb ein Eingeborener jenes Inselreichs. Denn aus dem dortigen Sprachgebrauch wurde Anfang des 19. Jahrhunderts (im Englischen) dieser kultische Begriff entlehnt. Tabu, das hieß im übertragenen Sinne zunächst, dass es um eine „heilige, unberührbare Sache“ ging. Später dann, dass über ganz bestimmte Dinge nicht geredet werden darf.
In unserem Land gibt es ganz bestimmte Interessengruppen, meist aus nur wenigen durchaus einflussreichen Personen bestehend, die dem Rest der Republik sog. Denk- und Sprechverbote auferlegen wollen. Wer sich früher dem widersetzte, dem drohten Acht und Bann. Heute ist es die zwangsweise politische Verortung irgendwo am Rande unseres politischen Systems. Anstelle des „gesunden Menschenverstands“ ist eine so genannte „political correctness“ getreten. Wer immer solcherlei in Gang setzt, mit Meinungsfreiheit hat dies nichts zu tun. Aber es sind nicht nur all die hausgemachten „Tabus“, denen wir Tag für Tag in den Medien begegnen. Es gibt außerdem allerlei importierte, wobei das Thema „Karikaturenstreit“ nur eines von vielen ist.
Warum steht dies hier in diesem Magazin an dieser Stelle? Weil ich der Meinung bin, dass Tabus und Meinungsfreiheit sich im Grunde gegenseitig ausschließen. Meinungsfreiheit und vor allem deren Erhalt gehören zu den Bereichen, für die Journalisten auch in diesem Lande eigentlich kämpfen sollten. Egal, ob sie im Fernsehen, im Rundfunk oder in Printmedien engagiert sind – irgendwo in der Republik oder direkt hier bei uns im Gerauer Land. Denn bei allen Meinungsunterschieden, die es bei nahezu jedem Thema durchaus geben kann, dürfen Denk- und Sprechverbote nicht zum Regelfall werden.


Dezember 2009

Wie komm‘ ich als Besucher in die Kreisstadt?

Wir machen aus einer Mücke keinen Elefanten. Und versuchen auch nicht, einen Elefanten in einer Streichholzschachtel zu verstecken. Wir informieren unsere Leser über Wesentliches hier aus dem Gerauer Land. Heute soll es dabei um die Frage gehen „Wie komm‘ ich als Besucher in die Kreisstadt?“, wie finde ich – aus welcher Richtung auch kommend - in die „Stadt der kurzen Einkaufswege“, aber auch zu Landratsamt, Kreiskrankenhaus, Historischem Rathaus, Stadthaus, Marktplatz, Sandböhl etc..
Wir leben hier, und auch wir laufen Gefahr, manches nicht mehr so wahrzunehmen, wie dies Gäste, Anrainer wahrnehmen. Seit sich in dieser Stadt auch die Zugangswege verändert haben, gibt es Diskussionsstoff. Die einen sagen: „Des waas doch jeeder, der wo z.B. uff de Wochemaad will“ und meint dabei, wie man etwa zum Marktplatz findet, der auch großer Parkplatz ist. Die anderen beklagen, dass die Suche nach der Innenstadt zu einer Irrfahrt werden kann.
Wie sieht die Wirklichkeit aus? Machen wir die Probe aufs Exempel. Unlängst hatte ich einen Gast aus Mörfelden hier in der Redaktion in Groß-Gerau Nord. Nach dem Gespräch lautete mein Vorschlag: Lassen Sie uns doch beim Italiener am Marktplatz noch etwas essen. Kein Problem. Mein Gast lud mich in sein Auto ein, und ich sagte ihm: das ist ganz einfach zu finden. Kreisel eins, Kreisel zwei, Kreisel drei und dann. Und dann – dann wurde spätestens in der Helwigstraße klar, dass es alles andere als einfach ist, etwa zum Marktplatz zu finden. Soll er links, soll er rechts abbiegen oder geradeaus? Spätestens hier wurde (auch) mir klar, was nötig wäre - ein Besucher-Leitsystem! Dazu wäre angebracht, dass sich die für die Beschilderung Verantwortlichen einmal in ihr Auto setzten und überprüften, ob – aus welcher Richtung man auch kommt – ein Besucher problemfrei das findet, was er sucht (und den jeweils naheliegenden Parkplätzen). Das kostet die Kreisstadt kaum etwas und ist auch Stadtmarketing.
Ich wünsche Ihnen eine angenehme Lektüre und eine gute Zeit.